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Einweihung Hungerfeldstraße Öhringen

Baumaßnahme fürher als erwartet fertiggestellt

Besser kann man keine Straße ausbauen“, verkündete Oberbürgermeister Thilo Michler selbstbewusst. 337 Meter neue Kanalrohre, 324 Meter Wasserleitung, LED-Straßenleuchten, Leerrohre fürs Breitbandkabel, gepflasterte Stellplätze, eine nagelneue Bitumen-Deckschicht und zum guten Schluss noch vier Hasel-Bäume: Das sind die nackten Zahlen zur Sanierung der Hungerfeldstraße zwischen Nussbaumweg und Münzstraße sowie der Münzstraße bis hinauf zur Einmündung der Albert-Schweitzer-Straße.
Am späten Freitagnachmittag feierten Stadt, Bauleute und Anwohner den (vorläufigen) Abschluss der Arbeiten. Schon im zeitigen Frühjahr soll es die Münzstraße aufwärts noch ein Stück weitergehen.
„Wir hätten alle nicht gedacht, dass wir heute schon wieder hier stehen“, sagte OB Michler im Rückblick auf den Baustart Ende April. Früher als erwartet sind die Arbeiten abgeschlossen. Denn das Bauteam der Firma Schneider hatte ein Jahr Zeit. Und beim Spatenstich im April schien Michlers Prognose noch  reichlich  optimistisch, spätestens bis Weihnachten werde alles fertig sein. Der städtische Bauleiter Manfred Goldbaum hatte damals noch vorsichtig von April oder Mai 2019 gesprochen.
Rund zwei Millionen Euro – die genaue Abrechnung liegt noch nicht vor – hat die Stadt Öhringen in Bau und Planung investiert. 376 000 Euro Zuschuss erhält sie vom Land für die Kanalsanierung – und nur dafür. Die übrigen Arbeiten muss sie aus eigener Kasse zahlen.
Der Einbau größerer Kanalrohre war ein wesentliches Motiv für das Projekt: Statt früher 50 haben sie jetzt einen Durchmesser von 90 Zentimeter. Dabei wurden und werden nicht nur die Kanäle von Hungerfeld- und Münzstraße ausgetauscht, sondern auch die Anschlüsse der Seitenstraßen. All das soll den Anwohnern bei Starkregen volllaufende Keller ersparen. Gegen Naturkatastrophen allerdings sei man auch jetzt nicht gewappnet, sagte der OB: Noch größere Rohre wären zu teuer.
Der Austausch alter Wasserleitungen, das Aufstellen Energie sparender Leuchten und das Verlegen von Leerrohren für Glasfaserkabel gehören mittlerweile zum Ausbaustandard bei Straßensanierungen in Öhringen. Als Dreingabe gibt’s meist noch eine grünende Verschönerung vom Baubetriebshof, dieses Mal in Form von vier Baum-Haseln.
Mit Blick auf den trockenen Sommer hatte die Stadt ein symbolisches Gießen zur Einweihung anberaumt. OB Michler, Stadträtin Irmgard Kircher-Wieland, Schneider-Geschäftsführer Eberhard Köhler und Planer Hanspeter Fernkorn griffen zu den Kannen. Thilo Michler hat schon eine Vorstellung, wie es weitergehen könnte zum Nutzen der Bäume: „Wenn Sie mit der Gießkanne unterwegs sind, können Sie auch hier gießen“, sagte er an die Adresse der Anwohner, die zahlreich zur Einweihung mit anschließender Bewirtung erschienen waren. Mit dem symbolischen Angießen der Baum-Hasel wurde am Freitag die sanierte Hungerfeldstraße freigegeben.

Fortsetzung folgt
Weil eine Kreisgemeinde einen Landeszuschuss für die Kanalsanierung nicht abrufen konnte, ist das Geld wieder frei. OB Thilo Michler hofft, dass Öhringen den Zuschlag über 310 000 Euro bekommt. Sollte dies in den kommenden zwei, drei Wochen geschehen, will er dem Gemeinderat im November vorschlagen, die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten entlang der Münzstraße an die Firma Schneider zu vergeben, die bereits im Februar 2019 loslegen könnte. Geschätzte Kosten: gut 1,5 Millionen Euro.

 

Quelle: Hohenloher Zeitung

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