Abwasser- / Verkehrsanlagen

Neugestaltung der Funken- und Ochsengasse in Bad Mergentheim

Auftraggeber

Stadt Bad Mergentheim

Zeitraum

2015-2017

Bausumme

1.048.000 € brutto (Straßenbau)

Leistungen

Leistungsphase 1–9 + örtl. Bauüberwachung

Herausforderung

Die Funken- und Ochsengasse sind Teil des historischen Innenstadtbereichs von Bad Mergentheim, in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz.

Sowohl die Straßen als auch der Kanal (gebaut in 1930iger Jahren) waren 2015 in einem sehr schlechten Bauzustand. Zudem waren in der Funkengasse keine öffentlichen Parkflächen ausgewiesen, was dazu führte, dass teilweise ungeordnet geparkt wurde.

Aus diesen Gründen entschieden sich die Stadt Bad Mergentheim und der Eigenbetrieb Abwasser für eine umfassende Sanierung sowie die gestalterische Aufwertung des Straßenraumes.

Unsere Lösung

fks Ingenieure wurde für die Abwasser- und Verkehrsanlagen mit den Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI, der örtlichen Bauüberwachung und der planungsbegleitenden Vermessung beauftragt.

Neben der optischen Aufwertung sollte der Erhöhung der Aufenthaltsfunktion und der Schaffung von öffentlichen Parkständen das Hauptaugenmerk gelten. Schließlich setzte sich eine niveaugleiche Bauweise durch. Die Fahrbahn in Asphaltbauweise ist hierbei nur durch eine höhengleiche Rinne vom Gehweg und den Parkständen abgetrennt. Sowohl die Rinne, als auch die Gehwege sind in Pflasterbauweise mit hochwertigem Natursteinpflaster aus Muschelkalk ausgeführt. Zur Auflockerung des Straßenbildes finden sich fahrbahnbegleitend zwischen den Parkständen ein Dutzend Stadtbäume. Aufgrund der niveaugleichen Ausführung und der teilweise geringen Fahrbahnbreite wurden beide Straßen nach Fertigstellung als verkehrsberuhigte Straßen ausgezeichnet.

Die Kanalisation wies vor Baubeginn erhebliche Schäden auf. Aus diesem Grund wurde der Kanal jeweils auf kompletter Länge, inklusive der zugehörigen Hausanschlüsse ausgetauscht. Aufgrund der Änderung der Fahrbahnränder der Straße erfolgte eine komplette Neutrassierung des Kanals. Die bestehende, teilweise recht enge Bebauung und die große Anzahl an bestehenden Versorgungsleitungen erschwerten hierbei sowohl die Trassenfindung, als auch die Bauausführung. Im Vorfeld der Baumaßnahme wurden aufgrund der unter den Gebäuden vorhandenen Gewölbekellern umfangreiche Untersuchungen und statische Berechnungen durchgeführt. Baubegleitend fanden mehrere Erschütterungsmesungen statt, um die Verdichtungsgeräte einzugrenzen und so Schäden an den alten Gebäuden zu verhindern.

Alle Gebäude entlang der beiden Straßen wurden mit Leerrohren für Glasfaserkabel erschlossen. Hierrüber können zu einem späteren Zeitpunkt ohne zusätzliche Aufgrabungen Kabel in jedes Haus eingezogen werden.

Leistungen

Die folgenden Leistungen wurden von uns im Projektverlauf erbracht.

Bestandsvermessung nach Fertigstellung

Planungsbegleitende Vermessung

Variantenuntersuchung

Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung

Ausschreibung

Örtliche Bauueberwachung